Matthäus Merian: Kupferbibel „Biblia 1630 – Neues Testament“
Diese prachtvolle Ausgabe des Neuen Testaments aus dem Jahr 1630 zählt zu den eindrucksvollsten Bibeldrucken der Frühen Neuzeit. Der Text, in eleganter Frakturschrift gesetzt, wird von 77 meisterhaft kolorierten Kupferstichen begleitet – geschaffen von Matthäus Merian dem Älteren (1593–1650), einem der herausragendsten Kupferstecher und Drucker des Barockzeitalters. Seine Kunstfertigkeit, Präzision und Detailtreue lassen seine Werke bis heute als kleine Meisterwerke gelten. Manche Kunsthistoriker sehen ihn in seiner Technik sogar auf Augenhöhe mit – oder gar über – Albrecht Dürer.
Geboren in Basel, erlernte Merian die Kunst des Kupferstichs zunächst in Zürich, bevor er seine Ausbildung in Nancy, Straßburg und Paris vertiefte. Ab 1616 wirkte er in Frankfurt am Main, wo er durch die Heirat mit Maria Magdalena de Bry, Tochter des Verlegers Johann Theodor de Bry, Teil eines bedeutenden Verlagsnetzwerks wurde. Aus dieser Ehe gingen mehrere Kinder hervor, darunter Matthäus Merian der Jüngere (1621–1687), der in die Fußstapfen seines Vaters trat. Aus seiner zweiten Ehe mit Johanna Catharina Hein stammte unter anderem Anna Maria Sibylla Merian (1647–1717), die sich später als Naturforscherin und Illustratorin einen Namen machte.
Die sogenannte Kupferbibel wurde 1630 von den Erben des Straßburger Verlegers Lazarus Zetzner herausgegeben. Die 77 kolorierten Kupferstiche bringen zentrale Szenen des Neuen Testaments in leuchtenden Farben zum Leben. Sie vereinen künstlerische Raffinesse mit erzählerischer Kraft und machen diese Bibel zu einem hochgeschätzten Werk der Barockkunst. Der prachtvolle Band ist in Leder gebunden, mit Goldprägung, Metallschließen und Eckbeschlägen versehen und mit Goldschnitt veredelt – ein bibliophiles Kunstwerk von unschätzbarem Wert.




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