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Die Tierbuch des Petrus Candidus

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Kodikologie

  • Alternativ-Titel:

    • The Animal Book of Pier Candido

    • De omnium animalium natura

    • De animantium naturis

    • Bestiary of Petrus Candidus: Book of Animals

    • Il libro degli animali di Pietro Candido Decembrio

  • Art:

    • Handschrift auf Pergament

  • Umfang / Format:

    • 472 Seiten

    • Format: 27,0 × 20,0 cm

  • Herkunft:

    • Italien

  • Datum:

    • Text verfasst ca. 1460

    • Illumination ca. 1550

  • Epoche:

    • Spätes Mittelalter bis frühe Neuzeit

  • Stil:

    • Renaissance

  • Genre:

    • Abhandlungen

    • Weltliche Werke

  • Sprache:

    • Latein

  • Buchschmuck:

    • 469 farbige, detailreiche Tierillustrationen

    • Platzierung: Am unteren Rand der Seiten

    • Teilweise verziert mit Gold- und Silberelementen

  • Künstler / Schule:

    • Pier Candido Decembrio (1399–1477)

    • Illumination durch anonymen Meister, um 1550

Das Tierbuch des Petrus Candidus – Ein Meisterwerk der Renaissance

Das prachtvoll illuminierte Tierbuch des Petrus Candidus entstand ursprünglich um das Jahr 1460 in Italien. Der Autor, Pier Candido Decembrio – auch bekannt unter dem lateinischen Namen Petrus Candidus – war ein bedeutender Humanist und Gelehrter seiner Zeit. Er diente als Sekretär an verschiedenen Fürstenhöfen der Renaissance und arbeitete zeitweise sogar in der Kanzlei von Papst Nikolaus V.

Etwa ein Jahrhundert nach der Entstehung des Textes, um 1550, wurde das Werk durch einen anonymen Künstler mit mehr als 200 aufwendigen Miniaturen ergänzt. Insgesamt sind darin 496 verschiedene Tiere dargestellt – einige davon mit Gold- und Silberapplikationen veredelt. Neben real existierenden Tieren finden sich auch Fabelwesen, Mischwesen und mythologische Gestalten wie Pegasus, alle mit derselben kunstvollen Liebe zum Detail gemalt. Diese beeindruckenden Illustrationen sind herausragende Zeugnisse der künstlerischen Meisterschaft, die die italienische Renaissance im Cinquecento hervorgebracht hat.

Ein zoologisches Juwel in der Vatikanischen Bibliothek

Die Apostolische Bibliothek des Vatikans beherbergt eine Reihe außergewöhnlicher zoologischer Handschriften. Diese Werke spiegeln das damalige Wissen über die Tierwelt wider – oft vermischt mit Beobachtungen aus der Natur, aber auch stark geprägt von den Vorstellungen, Mythen und Legenden des Mittelalters. Das Tierbuch des Petrus Candidus zählt zu den bekanntesten und eindrucksvollsten dieser Werke. Es vereint naturkundliche Studien mit fantastischen Erzählungen und liefert damit einen faszinierenden Einblick in das Weltbild des 15. und 16. Jahrhunderts.

Petrus Candidus – Gelehrter, Politiker und Schriftsteller

Geboren um 1399 in Italien, starb Pier Candido Decembrio 1477 in Mailand. Er galt als einer der führenden Humanisten seiner Zeit und war zudem politisch aktiv. Unter anderem verfasste er eine Biografie des Mailänder Herzogs Filippo Maria Visconti, an dessen Hof er tätig war. Insgesamt hinterließ Candidus ein beeindruckendes schriftstellerisches Erbe: Auf seinem Grabstein sind 127 Werke verzeichnet, die ihm zugeschrieben werden. Sein berühmtestes darunter ist zweifellos das Bestiarium, sein Tierbuch.

Tierdarstellungen in Wort und Bild

Den Auftrag für dieses ungewöhnliche Lexikon erhielt Candidus vom tierliebenden Ludovico Gonzaga, dem Markgrafen von Mantua. Ziel war es, eine umfassende Schrift zu schaffen, die das naturkundliche Wissen der damaligen Zeit bündelte. Candidus verband dabei reale Beobachtungen mit mythologischen Geschichten – und erschuf so ein unterhaltsames wie lehrreiches Werk. Die spätere Illumination um 1550 verlieh dem Manuskript zusätzliche Pracht: Die Miniaturen sind in acht verschiedenen Farben gehalten, zahlreiche Details wurden mit Gold- und Silberelementen ausgeschmückt. Auch die Buchränder sind mit 23-karätigem Gold gefasst – ein weiterer Beleg für die außergewöhnliche Qualität dieses Codex.

So vereint das Tierbuch des Petrus Candidus auf einzigartige Weise die Naturkunde der Renaissance mit der künstlerischen Brillanz eines goldgeschmückten Prachtbandes – ein wahres Juwel der Vatikanischen Bibliothek.

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