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Der Gero Codex

Original price was: €17,000.00.Current price is: €16,000.00.

  • Art Handschrift auf Pergament
  • Umfang / Format352 Seiten / 29,7 × 22,1 cm
  • Herkunft Deutschland
  • DatumUm 969
  • Epoche
    Frühes Mittelalter
  • Stil
    Ottonisch
  • Genre
    Liturgische Handschriften
  • Sprache
    Latein
  • SchriftKarolingische Minuskel Capitalis Rustica
  • Buchschmuck24 ganzseitige Prachtminiaturen/Zierseiten, u. a. mit der dem Widmungsbild Annos an den Stifter Gero, dessen Widmung der Handschrift an den Apostel Petrus, vier Darstellungen mit je einem Evangelisten,die Darstellung der Maiestas Domini (Die Majestät des Herrn) und der Frauen am Grab Jesu in der Osterinitiale M., unzählige fein ausgeführte Inizialen in Gold und Silber.
  • InhaltPerikopen aus den Evangelien des Neuen Testaments für die Lesung an den Sonn- und Feiertagen des Kirchenjahres
  • AuftraggeberErzbischof Gero von Köln (900 – 976)
  • Künstler / SchuleMönch Anno aus der Malschule des Klosters Reichenau
  • VorbesitzerPrämonstratenserstift Wedinghausen
    Großherzog Ludwig I. von Hessen-Darmstadt

 

Der Gero-Codex gehört zu den ältesten und bedeutendsten Werken der Reichenauer Buchmalerei. Die kostbare Handschrift entstand um das Jahr 969 im Skriptorium der Abtei auf der Reichenau Island. Sie wurde vom Mönch und Schreiber Anno im Auftrag des Kölner Erzbischofs Gero of Cologne geschaffen, der in zwei Widmungsbildern dargestellt ist.

Der Codex besteht aus 176 Pergamentblättern und ist reich ausgestattet: Er enthält 24 kunstvolle Miniaturen, prächtige Purpurseiten mit Goldschrift sowie zahlreiche Initialen in Gold und Silber. Damit zeigt die Handschrift eindrucksvoll den Übergang von der karolingischen zur ottonischen Buchkunst und zählt zu den wichtigsten Beispielen ottonischer Buchmalerei.

Die Darstellungen der vier Evangelisten und der thronende Christus (Maiestas Domini) erinnern an das ältere Lorscher Evangeliar, wirken jedoch klarer und monumentaler. Vermutlich war der Codex ursprünglich für den liturgischen Gebrauch im Cologne Cathedral bestimmt.

Im 18. Jahrhundert verschwand die Handschrift aus den Kölner Beständen und tauchte später im Kloster Wedinghausen wieder auf. Im Jahr 1803 erwarb Louis I, Grand Duke of Hesse den Codex für seine Darmstädter Hofbibliothek. Heute wird das bedeutende Werk in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt aufbewahrt und gehört zum Weltdokumentenerbe UNESCO Memory of the World der UNESCO.

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