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Das Buch der 1000 Bilder

Original price was: €7,990.00.Current price is: €6,000.00.

  • Titel: The Book of 1,000 Pictures
  • Alternativ-Titel: Prayer Book of Poitiers; Libro de Horas Gulbenkian
  • Art: Handschrift auf Pergament
  • Umfang / Format: 352 Seiten; 25,2 × 17,0 cm
  • Herkunft: Frankreich
  • Datum: ca. 1460–1465
  • Epoche: Spätes Mittelalter
  • Stil: Gotisch
  • Genre: Stundenbuch / Gebetbuch
  • Sprache: Latein
  • Schrift: Gotische Textualis
  • Buchschmuck: 24 illuminierte Kalenderseiten, 18 ganzseitige und 20 halbseitige Miniaturen; reich mit Gold verziert; jede Textseite mit ornamentierter Bordüre und drei kleinen Miniaturen geschmückt (insgesamt über 1000 Bilder)
  • Inhalt: Stundenbuch für die private Andacht
  • Künstler / Schule: Jean Fouquet (1420–1481); Meister von Poitiers; Meister von Walters 222; Kreis um den Meister Jouvenel des Ursins; Kreis um den Meister der Adelaide von Savoyen
  • Vorbesitzer: Calouste Gulbenkian (1869–1955)

Das Buch der 1000 Bilder

Das sogenannte Buch der 1000 Bilder ist ein außergewöhnliches Beispiel für ein privates Gebets- und Andachtsbuch aus dem 15. Jahrhundert. Die reich illustrierte Handschrift entstand zwischen 1450 und 1460 in Frankreich und wurde von mehreren talentierten Buchmalern gestaltet. Mit mehr als tausend Bildmotiven gehört das Werk zu den eindrucksvollsten illustrierten Stundenbüchern der mittelalterlichen Buchkunst.

Die Handschrift enthält ein besonders vielfältiges Bildprogramm. Neben großen ganzseitigen Miniaturen finden sich auch kleinere Bildfolgen sowie dekorative Bordüren an den Seitenrändern. Diese Kombination aus verschiedenen Illustrationsformen macht den Codex zu einem der schönsten Bilderbücher der mittelalterlichen Literatur.

Ein wichtiger Besitzer des Werkes war der Kunstsammler Calouste Sarkis Gulbenkian (1869–1955). Der wohlhabende Unternehmer und Mäzen baute eine bedeutende Kunstsammlung auf und gründete später die Fundação Calouste Gulbenkian in Lissabon. Dort befindet sich auch das Museu Calouste Gulbenkian, in dem viele Werke seiner Sammlung aufbewahrt werden.

An der Herstellung des Stundenbuchs arbeiteten mehrere Künstler, deren Namen heute nicht genau bekannt sind. Kunsthistoriker ordnen sie dem sogenannten Jouvenel-Stil der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts zu. Zu den beteiligten Meistern zählen unter anderem der „Meister der Adelaide von Savoyen“ (auch „Meister von Poitiers“) sowie Künstler aus dem Umfeld des berühmten Malers Jean Fouquet.

Der Bildschmuck des Codex ist besonders reich und farbenprächtig. Neben den üblichen Themen eines Stundenbuchs – wie dem Marienzyklus, den Bußpsalmen oder dem Totenoffizium – enthält das Werk auch Szenen aus der Passion Christi sowie Darstellungen von Heiligen. Viele Seiten sind zusätzlich mit kleinen, fantasievollen Bildern in den Bordüren verziert, die biblische Szenen oder humorvolle Figuren zeigen. In einigen Darstellungen, besonders in den Kreuzigungsszenen, lassen sich Einflüsse des italienischen Renaissance-Malers Fra Angelico erkennen.

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