Das Sobieski-Stundenbuch – Ein Meisterwerk spätgotischer Buchkunst
Das Sobieski-Stundenbuch wurde um 1420 von Margarete von Burgund vermutlich als Hochzeitsgeschenk für ihre Ehe mit Arthur III., Herzog der Bretagne, in Auftrag gegeben. Auf 468 Seiten vereint es französische und lateinische Gebete mit einer außergewöhnlich reichen Ausstattung: 60 ganzseitige Miniaturen, über 400 Szenen sowie zahlreiche prunkvolle Initialen schmücken die Handschrift.
Mehrere herausragende Künstler wirkten an diesem Werk mit – darunter der berühmte Bedford-Meister, der Fastolf-Meister und der Meister der Münchner Legenda Aurea. Die Miniaturen zeichnen sich durch lebendige Figuren, fein modellierte Draperien und erzählerische Kompositionen aus. Manche Illustrationen entfalten sich wie Bildergeschichten in kunstvollen Panoramen, andere bestehen aus einzelnen Szenen, gerahmt von Gold.
Das Sobieski-Stundenbuch gilt bis heute als ein Höhepunkt der Pariser Buchmalerei des 15. Jahrhunderts.



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