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Trinity-Apokalypse

Original price was: €5,000.00.Current price is: €4,999.00.

  • Alternativ-TitelTrinity Apocalypse
    Trinity College Apocalypse
  • Art Handschrift auf Pergament
  • Umfang / Format62 Seiten / 43,2 × 30,5 cm
  • Herkunft Frankreich
  • Datum1242–1260
  • Epoche
    Hochmittelalter
    Spätes Mittelalter und jünger
  • Stil
  • Genre
    Apokalypsen / Beatus-Handschriften
  • Sprache
    Französisch
  • Buchschmuck70 großformatige Miniaturen mit mehr als 100 Einzelbilder
  • AuftraggeberEleonore von der Provence, Frau Kaiser Heinrichs III.
  • VorbesitzerRalph Brownrigg, Bischof von Exeter (1592–1649)

Die nach ihrem Aufbewahrungsort benannte Apokalypse-Handschrift in Cambridge wartet mit einem Bilderschatz auf, der seinesgleichen sucht. In über 100 Einzelbildern wird die Offenbarung des Johannes zum Ende der Welt und dem Jüngsten Gericht in wunderschönen farbkräftigen, detailreichen Miniaturen geschildert. Die für einen unbekannten Auftraggeber geschaffene prachtvolle Trinity-Apokalypse kann stilistisch in die englische und nordfranzösische Kunstlandschaft eingeordnet werden und bietet mit dem französischen Text, der Figur einer geheimnisvollen vornehmen Dame und einem neuartigen gestalterischen Konzept einzigartige und geheimnisvolle Details.

Trinity-Apokalypse

Die nach ihrem Aufbewahrungsort benannte Apokalypse-Handschrift in Cambridgewartet mit einem Bilderschatz auf, der seinesgleichen sucht. In über 100 Einzelbildern wird die Offenbarung des Johannes zum Ende der Welt und dem Jüngsten Gerichtin wunderschönen farbkräftigen, detailreichen Miniaturen geschildert. Die für einen unbekannten Auftraggeber geschaffene prachtvolle Trinity-Apokalypse kann stilistisch in die englische Kunstlandschaft eingeordnet werden, weist aber zugleich gotisch-französische Merkmale auf.

Wundersame Geschichten in leuchtenden Farben

Ein wildes Durcheinander beherrscht die Szenerie: eine schwarze Sonne, ein roter Mond, schiefe und einstürzende Türme, fliegende Wellen, eine Horde verschreckter Menschen. Einzig ein am linken Bildrand stehender Mann beobachtet das wilde Geschehen vor dunkelblauem Nachthimmel in völliger Ruhe.
Die geheimen Offenbarungen des Johannes zum Ende der Welt und dem damit verbundene Jüngsten Gericht mit ebenso schrecklichen wie freudigen Ereignissen benutzt eine drastische und eindringliche Bildsprache. Die Apokalypse war besonders in England ein beliebtes Thema für Handschriften im 13. Jahrhundert. In der Trinity-Apokalypse, die nach neuestem Forschungsstand wohl in den Jahren nach 1250 entstanden ist, gelingt den Künstlern eine besonders eindrucksvolle Illustration der Johannes-Erzählungen.
In 70 Miniaturen mit mehr als 100 Einzelbildern schildern die vier Buchmaler, die stilistisch unterschieden werden können, annähernd jede Textstelle in einer künstlerischen Darstellung. Dabei verstärken die kräftigen Farben, besonders Rot und Blau, und das reichlich verwendete, oft fein ziselierte Gold die bizarren Bilder. Jeweils in einem rechteckigen, goldgerahmten Bildfeld finden die meist vielfigurigen Szenen ihren Platz. Dabei bleibt nicht der kleinste Fleck frei von schmückendem Ornament.

Ein Meisterwerk der angelsächsischen Buchkunst

Die Auftraggeberschaft der Apokalypse-Handschrift ist ungeklärt. Stilistisch kann die künstlerische Ausgestaltung anhand des markanten linearen Stils nach England oder Nordfrankreich verlegt werden. Von den Künstlern sind zwei eindeutig spätromanisch-englisch geprägt, zwei dagegen schon gotisch und damit eher französisch. Französisch ist auch eine weitere Besonderheit der Trinity-Apokalypse: der Text, eine eigene französische Übersetzung aus dem Lateinischen.
Ein spannendes Detail, das die Forschung noch immer umtreibt, ist die vornehme Dame, die in einigen der Miniaturen immer wieder auftaucht. Manche wollen in ihr die englische Königin Eleonore sehen, die Gemahlin König Heinrichs III. Die sehr hypothetische Verbindung zu ihr würde die überaus prächtige und höchst kunstvolle Ausgestaltung der Handschrift plausibel machen.
Die Gestaltung der Trinity-Apokalypse bietet noch in einem weiteren Punkt eine Neuerung. Auf den 32 Blättern wird die Offenbarung des Johannes von der Erzählung seiner Lebensgeschichte auf 11 Seiten gerahmt. Dieses gestalterische Prinzip kann in der Folge häufiger beobachtet werden. So werden die farbenprächtigen und eindringlichen Miniaturen aufs engste verknüpft mit der Person ihres Urhebers, des Evangelisten Johannes.

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