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Vom Sagenhaften Reichtum der Medici

Original price was: €5,000.00.Current price is: €4,500.00.

  • Alternativ-Titel: The Silver Duet; Vom sagenhaften Reichtum der Medici
  • Art: Handschrift auf Pergament
  • Umfang / Format: 1 × 999,9-Feinsilbermünze + 10 Seiten unter Passepartout; 17,0 × 12,0 cm
  • Herkunft: Italien
  • Datum: Letztes Viertel des 15. Jahrhunderts
  • Epoche: Spätes Mittelalter
  • Stil: Renaissance
  • Genre: Abhandlungen / weltliche Werke; Kassetten (Einzelblatt-Sammlungen)
  • Sprache: Italienisch
  • Auftraggeber: Lorenzo I. de’ Medici (1449–1492)
  • Künstler / Schule: Filippo Calandri (Autor); Pedro Berruguete (Buchmaler); Werkstatt des Botticelli (Buchmalerei)
  • Vorbesitzer: Giovanni de’ Medici (Papst Leo X.)

Das silberne Duett

Das sogenannte „Silberne Duett“ verbindet auf besondere Weise mittelalterliche Buchmalerei mit einem wertvollen Edelmetall. Bereits im Mittelalter und in der Renaissance galt Silber – ebenso wie kunstvoll illuminierte Handschriften – als Zeichen großen Reichtums und hoher Kultur. Auch der berühmte Florentiner Mäzen Lorenzo de’ Medici, genannt „der Prächtige“, ließ im 15. Jahrhundert eine prachtvolle Handschrift anfertigen, die Wissen über Rechenkunst und Handel mit aufwendiger Buchmalerei verbindet.

Die Handschrift enthält ein Rechentraktat über Arithmetik und Geometrie des Gelehrten Filippo Calandri. Sie war als Lehrbuch für Lorenzos Sohn Giovanni de’ Medici bestimmt, der später als Papst Leo X. bekannt wurde. Die Familie Medici spielte eine zentrale Rolle im europäischen Bankwesen, weshalb die Weitergabe von mathematischen und kaufmännischen Kenntnissen für sie von großer Bedeutung war.

Das Werk umfasst rund 100 Seiten und ist reich mit insgesamt etwa 230 Miniaturen geschmückt. Besonders eindrucksvoll sind die kunstvollen Rechentafeln, auf denen Zahlenreihen in goldener Schrift auf farbigen Hintergründen wie Rot, Blau oder Grün erscheinen. Die Seiten sind mit floralen Ornamenten, Putten und dem Wappen der Medici dekoriert. Neben den großen Tafeln finden sich zahlreiche kleine Illustrationen im Text, die Szenen aus dem Alltag, Handwerker, Händler und wirtschaftliche Tätigkeiten zeigen. Die Randillustrationen verdeutlichen anschaulich den Umgang mit Geld, Waren und Handel.

Die Handschrift entstand vermutlich gegen Ende des 15. Jahrhunderts in Florenz. Obwohl das Rechentraktat 1491 auch gedruckt wurde, erscheint die handgeschriebene Version mit ihrer aufwendigen Ausstattung eher als kostbares Luxusobjekt als als praktisches Lehrbuch. Die Miniaturen werden häufig dem italienischen Buchmaler Giovanni Boccardo (Boccardino il Vecchio) zugeschrieben; möglicherweise waren jedoch mehrere Künstler an der Gestaltung beteiligt.

Heute wird eine Auswahl von zehn Miniaturseiten dieses Manuskripts zusammen mit einer 999,9-Feinsilbermünze präsentiert. Die Münze wiegt fünf Unzen und wird zusammen mit den Miniaturen in einer schützenden Holzschatulle aufbewahrt.

 

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